EU-Schnellwarnsystem Andriukaitis mahnt mehr Kooperation zwischen Mitgliedsstaaten an
Das europäische Schnellwarnsystem sei gut. Probleme sieht EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis allerdings bei der administrativen Umsetzung.
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Das europäische Schnellwarnsystem sei gut. Probleme sieht EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis allerdings bei der administrativen Umsetzung.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) geht in einem Bericht an den Ernährungsausschuss des Bundestages von „gravierenden Auswirkungen“ des Fipronilgeschehens auf den Eierpreis und -markt aus.
Bei den Stichproben von Eiern, Eiprodukten und Hühnerfleisch, die das Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) derzeit auf Fipronil untersucht, wurde bei einer Ei-Probe erneut Fipronil nachgewiesen.
Die Vorgänge um mit Fipronil belastete Eier und Eiprodukte haben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zufolge Defizite in der Informationsvermittlung sowie in der Lebensmittelüberwachung zwischen Bund und Ländern offengelegt.
In den Niederlanden zeichnet sich eine Flut von Schadensersatzklagen der Eierproduzenten wegen des Fipronil-Geschehens ab.
Weitere Untersuchungen von Eiern in einem Betrieb im Hohenlohekreis in Baden-Württemberg bestätigen einen Fipronilverdacht. Die Ursachenermittlungen laufen noch.
In Belgien sprach sich die Regierung unter Premierminister Charles Michel dafür aus, den vom Fipronil-Skandal betroffenen Betrieben Entschädigungen anzubieten.
In Mecklenburg-Vorpommern stellte Staatssekretär Dr. Jürgen Buchwald auf einer Pressekonferenz das Ausmaß des Fipronil-Skandals und das Vorgehen seines Bundeslandes vor.
Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier und Eiprodukte zieht weitere Kreise. Nach EU-Angaben wurden verdächtige Chargen bis Ende vergangener Woche in 15 EU-Ländern sowie der Schweiz und Hongkong gefunden.
Der belgische Agrarminister Denis Ducarme hat moniert, dass die niederländischen Behörden trotz früher Kenntnis über den Fipronil-Einsatz im dortigen Geflügelsektor keine Gegenmaßnahmen ergriffen und die Informationen nicht zeitnah weitergegeben hätten.
Die Krise am Eiermarkt durch mit dem Insektizid Fipronil belastete Ware hat sich in der vergangenen Woche auf Deutschland ausgeweitet.
Das Verbraucherministerium Schleswig-Holstein hat rein vorsorglich 15 Stichproben von Eierchargen regionaler Erzeuger untersucht. Alle untersuchten Eier seien einwandfrei, teilte das Ministerium gestern mit.
Der Bund hat sich in Abstimmung mit den Ländern entschlossen, kurzfristig ein Programm zur Untersuchung von Fipronil in „Ei-Verarbeitungsprodukten und eihaltigen TK-Produkten“ im Rahmen des Bundesweiten Überwachungsplanes aufzulegen.
Unsere Kollegen vom landwirtschaftlichen Wochenblatt BWagrar in Baden-Württemberg haben die Meldungen zum Fipronil-Vorfall zusammengestellt. Die Chronologie finden Sie auf der Internetseite des Wochenblatts.
Mecklenburg-Vorpommern wird sich an einem bundesweiten Überwachungsplan beteiligen.
In Deutschland wurden bisher fünf niedersächsische Betriebe aufgrund des Verdachts Fipronil-belasteter Eier gesperrt. Die Landwirte trifft dabei keine Schuld, das hat auch Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer betont. Sie sind aber die Leidtragenden.
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