
Treffen der Geflügelwissenschaftler
Auf der diesjährigen Frühjahrstagung der deutschen WPSA-Gruppe in München wurden am Vorabend langjährige Mitglieder gewürdigt.
von Redaktion DGS erschienen am 23.03.2026Wenn sich geballte Geflügelwissenschaft und Förderer im März treffen, dann ist WPSA-Frühjahrstagung. In diesem Jahr lud die deutsche Gruppe der Weltvereinigung der Geflügelwissenschaften (World Poultry Science Association – WPSA) in den Anatomie-Hörsaal der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilian-Universität München am 11. März ein – hervorragend organisiert von Prof. Helen Louton und ihrem Team.
Langjährige Mitglieder ausgezeichnet – Prof. Bessei für 50 Jahre
Traditionell dient das gesellige Beisammensein am Vorabend dem Austausch und Netzwerken. In diesem Jahr wurden im Café Reitschule in München dabei gleich mehrere WPSA-Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft ausgezeichnet: Dr. Thomas Janning, Leiter Stabsstelle Politik und Verbände der PHW Group, für seine 30jährige Mitgliedschaft, Prof. Dr. Klaus Reiter, ehemals Universität München, für 35 Jahre WPSA-Mitglied sowie WPSA-Präsident Prof. Dr. Michael Grashorn, ehemals Universität Hohenheim, und Ludger Feldhaus, ehemals Geschäftsführer der NOM GmbH in Vechta-Calveslage, für ihre 40-Jährige Mitgliedschaft. Prof. Dr. Werner Bessei, ehemals Universität Hohenheim und Ehrenpräsident der WPSA, wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft gewürdigt.
Leider nicht anwesend sein konnte Klaus Mechow vom Geflügelhof Mechow in Wuppertal, der bereits 1966 – also vor 60 Jahren – in die Vereinigung der Geflügelwissenschaftler eingetreten ist.
Aktuelle Forschungsarbeiten präsentiert
Auf der Frühjahrstagung präsentierten Referentinnen und Referenten ihre aktuellen Forschungsarbeiten, das Themenspektrum war dabei wie immer breit gefächert. Gasbetäubung als Alternative zur Elektrobetäubung im Wasserbad bei Masthühnern war das Thema von Yukari Togami von der LMU München. Serge Alindekon, ebenfalls von der gastgebenden Universität, stellte ein Pilotprojekt zur Erforschung des Einflusses von Brustbeinschäden bei Legehennen auf das Verhalten vor.
Dr. Julia Brüggemann vom Tiergesundheitsdienst Bayern berichtete über aktuelle Projekte aus der Geflügelpraxis in Bayern, ihr Kollege Dr. Ferdinand Schmitt über den aktuellen Stand der Newcastle Disease in Bayern. Christian Große-Brinkhaus von der Agri Advanced Technologies GmbH (AAT) referierte über den Zusammenhang von Automatisierung und Tierwohl, Arlette Harder von der Humboldt-Universität Berlin über die Temperaturstimulation vor dem Schlupf von Masthühnern und wie diese die Leistung verbessern kann.
Margret Vonholdt-Wenker vom Friedrich-Loeffler-Institut, Institut für Tierschutz und Tierhaltung (ITT) Celle, verglich das Branchennetzwerk BroilerNet mit der wissenschaftlichen EFSA-Perspektive.
Zahlreiche Exkursionen rundeten die Tagung ab. So konnten u. a. der lehrstuhleigene Mobilstall, das Labor des Lehrstuhls für Tierschutz und das Hauptgebäude der LMU München besichtigt werden.
Ein ausführlicher Bericht zur Frühjahrstagung folgt im Mai-Magazin der DGS.
Beitrag zum Vortrag über Newscastle Disease in Bayern von Dr. Ferdinand Schmitt: „Das Virus rauscht durch“











