BMEL befürchtet Marktauswirkungen
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) geht in einem Bericht an den Ernährungsausschuss des Bundestages von „gravierenden Auswirkungen“ des Fipronilgeschehens auf den Eierpreis und -markt aus.
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Begründet wird das damit, dass 2015 über 70 % der importierten Eier aus den Niederlanden stammten. Inwieweit andere Länder den Ausfall auffangen können, sei offen. Erste handelspolitische Auswirkungen hätten sich durch das vorläufige ukrainische Importverbot für Geflügelprodukte aus den betreffenden EU-Ländern ergeben. Deutschland sei davon auch betroffen.
Die Agrarpolitiker des Europaparlaments haben die EU-Kommission aufgefordert, das Frühwarnsystem zu verbessern. In einer Anhörung im EU-Landwirtschaftsausschuss kritisierten die Abgeordneten die EU-Mitgliedstaaten für den verspäteten und unzureichenden Informationsfluss beim Fipronilgeschehen. Die EU müsse dafür sorgen, dass Informationen transparenter weitergegeben und betrügerische Produzenten von Fipronil sanktioniert würden. Die Bundesregierung will nun mit der EU-Kommission Vorschläge zur Verbesserung der Schnelligkeit und Verlässlichkeit des Frühwarnsystems erörtern.