Antibiotika sind Arzneimittel zur Behandlung von bakteriellen Infektionen. Sie werden bei respiratorischen (die Atemwege betreffende) und gastrointestinalen (den Verdauungstrakt betreffende) Erkrankungen eingesetzt. In der Geflügelhaltung werden sie meist oral, also über das Futter oder das Tränkwasser verabreicht. Ein Problem sind Resistenzen gegen Antibiotika, da sie über tierische Produkte auch in die Lebensmittelkette gelangen. Um den Einsatz zu reduzieren, fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Maßnahmen zur Verringerung von Infektionserkrankungen in der Geflügelhaltung. Der Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung als Leistungsförderer oder zur prophylaktischen Anwendung ist seit 2006 in Deutschland und der EU verboten.
Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte (bpt) begrüßt die am 1. März 2022 von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der Europäischen Kommission veröffentlichte Empfehlung zur Ausweisung von antimikrobiellen Mitteln, die für die Behandlung beim Menschen einerseits und zur Sicherstellung...
Seit dem 28. Januar 2022 ist die novellierte EU-Tierarzneimittelverordnung von allen EU-Mitgliedsstaaten umzusetzen. Bisher fehlte dazu eine Liste der für die Humanmedizin vorzubehaltenden Wirkstoffe.
In Dänemark haben Veterinäre am 8. Februar 2022 gegen die aus ihrer Sicht verfehlte Novelle der Europäischen Tierarzneimittelverordnung demonstriert. Auf Kritik stößt bei den Tierärzten insbesondere, dass die am 28. Januar in Kraft getretene Verordnung das genaue Befolgen der in der...
Gegen überzogene Erwartungen an die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung spricht sich der Deutsche Bauernverband (DBV) in seiner Stellungnahme zu den vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegten Eckpunkten für ein nationales Antibiotikaminimierungskonzept aus.
Die neue EU-Tierarzneimittelverordnung ist zusammen mit dem neuen Tierarzneimittelgesetz ab sofort anzuwenden. Die neuen Vorschriften sollen die Sicherheit und die Verfügbarkeit von Tierarzneimitteln weiter erhöhen sowie dazu beitragen, das Risiko antimikrobieller Resistenzen zu verringern.
Tierhalter, die zur Meldung von Arzneimittelanwendungs- und -abgabebelegen an das Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT) verpflichtet sind, müssen künftig auch melden, wenn sie in einem Kalenderhalbjahr keine Antibiotika angewendet haben.
Ein neues Virus treibt sein Unwesen: das Polyomavirus. Dieses Virus wurde vermutlich aus China eingeschleppt und verursacht die hämorrhagische Nephritis Enteritis (HNE), bei der die Gänse heftige, blutige Darm- und Nierenentzündungen zeigen. Das teilt das Tiergesundheits-Magazin für Nutztierhalter...
Die QS Qualität und Sicherheit GmbH und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) führen auch 2022 drei Projekte zur Bewertung von Daten aus dem Antibiotikamonitoring sowie der Schlachtbefunddatenerfassung gemeinsam weiter.
Der Antibiotikaeinsatz in der Nutzgeflügelhaltung soll immer weiter verringert werden, um die Bildung von Resistenzen einzudämmen. Dafür müssen die Tiere entweder gesund bleiben oder es braucht wirksame Alternativen. Zur Gesunderhaltung sollen sogenannte Phytomoleküle beitragen.
Wie geht es für die niedersächsischen Geflügelhalter weiter? Über die derzeitige Situation im Bundesland sprach Landvolk-Präsident Dr. Holger Hennies bei der NGW-Mitgliederversammlung. Prof. Dr. Nicole Kemper stellte das neu organisierte WING vor, dessen kommissarische Leiterin sie ist.
Colistin spielt für die Bestandsgesundheit von Mastgeflügel eine wichtige Rolle. Seit der Neubewertung des Antibiotikums durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sind vor allem Geflügelpraktiker aufgerufen, ihren Colistineinsatz zu reduzieren und durch andere, nicht kritische Wirkstoffe zu...
Im Magazin DGS 5/2020 berichteten wir über den Putenmastbetrieb von Familie Korte, die bei ihren Tieren komplett auf Antibiotika verzichtet. Wie das funktioniert, erklärt die betreuende Tierärztin.
Das Problem der Kokzidiose ist allen Geflügelzüchtern und -haltern bekannt. Durch die immer stärker reglementierte Gabe von Antibiotika in der Nutztierhaltung, die auch zur Behandlung von Kokzidiosen dienen, sind wirksame Alternativen gefragt.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt, im Rahmen der Modell- und Demonstrationsvorhaben (MuD) Tierschutz Projekte im Bereich Wissen – Dialog – Praxis zum Thema „Antibiotikaminimierung in der Geflügelhaltung“ zu fördern. Das gab das Ministerium im November 2020...
Ein Flug wie in einer Zeitmaschine - die Veterinärmedizinerin holt Zukunft und Vergangenheit in die Gegenwart. Es geht um die aktuelle Resistenzproblematik von Antibiotika und ihre Auswirkung auf die Umwelt. Als Paten auf dem Lösungsweg stehen uralte Heilpflanzen und die Eltern der Antibiotika:...
Auf dem Betrieb der Familie Korte im ostwestfälischen Petershagen ist in 25 Jahren noch kein Antibiotikum bei den Putenherden eingesetzt worden. Weil es nicht nötig ist, meint die betreuende Tierärztin. Wie kann das gehen und welche Besonderheiten hat der Betrieb?
Competitive Exclusion (CE) ist ein wirksames Verfahren zur Verminderung von Salmonellen, aber auch von ESBL-/AmpC-bildenden Enterobakterien beim Geflügel.
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