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Versorgungsbilanz Eier 2025

Pro Kopf 252 Eier: Verbrauch in Deutschland steigt weiter

Der Eierverbrauch in Deutschland hat 2025 erneut zugelegt. Trotz leicht sinkender Legehennenbestände blieb die inländische Erzeugung stabil.

von DGS Redaktion Quelle Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung erschienen am 11.03.2026
Die Nachfrage nach Eiern steigt seit mehreren Jahren. Gleichzeitig bleibt Deutschland auf Importe angewiesen, da die inländische Produktion den Bedarf nur zu rund 72 % deckt. © 2025 kungfu01/Shutterstock
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Der Eierverbrauch in Deutschland ist 2025 weiter gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) lag der Pro Kopf Verbrauch bei 252 Eiern. Im Jahr zuvor waren es 248 Eier. Seit 2022 nimmt der Konsum damit kontinuierlich zu. Damals lag der Wert noch bei 234 Eiern je Einwohner. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 21 Mia. Eier verbraucht, einschließlich der in Lebensmitteln verarbeiteten Eier. Nach Einschätzung des BZL spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Eier gelten als vergleichsweise günstige Quelle für hochwertiges Eiweiß. Auch Ernährungsformen mit weniger Fleisch oder Konzepte wie „Low Carb“ könnten den Verbrauch beeinflussen, erklärte BZL Leiter Dr. Josef Goos.

Mehr Leistung pro Henne

Während die Nachfrage steigt, ist der Legehennenbestand leicht zurückgegangen. 2025 wurden in Deutschland rund 51,1 Mio. Tiere gehalten und damit etwa 400.000 weniger als im Jahr zuvor. In dieser Zahl sind auch vom BZL geschätzte Bestände aus kleineren Haltungen mit weniger als 3.000 Tierplätzen enthalten. Die Leistung der Tiere hat sich jedoch erhöht. Im Durchschnitt legte eine Legehenne 299 Eier im Jahr. Das waren vier Eier mehr als im Vorjahr. Dadurch konnte die inländische Produktion trotz geringerer Bestände leicht wachsen. Die Betriebe erzeugten 2025 knapp 15,3 Mia. Konsumeier. 2024 waren es noch 15,2 Mia.. Der Selbstversorgungsgrad lag damit bei rund 72 % und sank leicht. Deutschland bleibt damit weiterhin auf Importe angewiesen.

Importstruktur verändert sich

Die Einfuhren von Schaleneiern gingen 2025 um 1,3 % zurück. Gleichzeitig stiegen die Importe von Eiprodukten wie Vollei, Eigelb oder Eiweiß um sechs Prozent. Insgesamt ergibt sich daraus ein leichtes Plus der Einfuhren. Bei Schaleneiern blieb die Herkunftsstruktur weitgehend stabil. Rund 69 % der importierten Eier kamen aus den Niederlanden. Polen folgte mit knapp 16 %, Belgien mit rund 3,4 %.

Die Ausfuhren entwickelten sich dagegen rückläufig. Die Exporte von Schaleneiern sanken um zwölf Prozent, die von Eiprodukten um vier Prozent. Als wichtigste Abnehmerländer nennt das BZL die Niederlande, Belgien und Italien.

Marktlage ist angespannt

Für die kommenden Wochen rund um Ostern erwartet das BZL eine traditionell hohe Nachfrage. Der Lebensmitteleinzelhandel werde versuchen, den Bedarf möglichst vollständig zu decken. Gleichzeitig beschreibt die Behörde die Marktlage als angespannt. Steigende Nachfrage trifft auf sinkende Tierbestände. Gründe dafür sind unter anderem Tierverluste durch Geflügelkrankheiten wie die Newcastle Disease sowie der gesetzlich vorgeschriebene Rückbau der Kleingruppenhaltung ab 2026.

Während der Pro Kopf Verbrauch zuletzt auf 252 Eier gestiegen ist, ging der Selbstversorgungsgrad auf 72 Prozent zurück. Trotz leicht sinkender Legehennenbestände konnte die inländische Konsumeiererzeugung zuletzt leicht auf rund 15,3 Milliarden Eier gesteigert werden.
Während der Pro Kopf Verbrauch zuletzt auf 252 Eier gestiegen ist, ging der Selbstversorgungsgrad auf 72 Prozent zurück. Trotz leicht sinkender Legehennenbestände konnte die inländische Konsumeiererzeugung zuletzt leicht auf rund 15,3 Milliarden Eier gesteigert werden. © Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung