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Mehr Tierwohl: ITW erweitert Siegelsystem um zwei neue Programme

Damit reagiert ITW auf steigende Marktanforderungen und strengere Vorgaben. Die ersten Betriebe können ab März 2026 einsteigen.
erschienen am 02.03.2026
Initiative Tierwohl GmbH
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Ab März 2026 können Tierhalter über die Initiative Tierwohl (ITW) in Programme für die Anforderungsniveaus 3 und 4 einsteigen. Neben dem etablierten Programm „Stall plus Platz“ (Stufe 2) starten die Angebote „Frischluftstall“ (Stufe 3) und „Auslauf“ (Stufe 4), zunächst für Hähnchen-, Puten- und Schweinebetriebe. Erste Audits sind ab April vorgesehen, Produkte mit den neuen Siegeln sollen ab Mitte 2026 im Lebensmitteleinzelhandel verfügbar sein. Programme für die Rinderhaltung sind ebenfalls geplant.

Die neuen Programme bauen vollständig auf den bestehenden Anforderungen der ITW-Stufe 2 auf, darunter QS-Systemteilnahme, Monitoring- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie tierartspezifische Vorgaben. Ergänzend kommen die Kriterien des jeweiligen Anforderungsniveaus hinzu, etwa Frischluftzugang in Stufe 3 oder erweitertes Platzangebot und ständiger Auslauf in Stufe 4. Für Betriebe entsteht damit eine klar strukturierte Entwicklungssystematik innerhalb eines etablierten Programms.

Ein wichtiger Vorteil liegt in der flexiblen Vermarktung: Ware aus höheren Niveaus kann bei Bedarf auch in niedrigeren Stufen abgesetzt werden. Das reduziert Absatzrisiken und kann ebenfalls Investitionsentscheidungen erleichtert. Zugleich reagiert die Erweiterung auf steigende Anforderungen des Marktes und strengere regulatorische Vorgaben.

„Die Zeit ist reif für ITW-Programme in den Anforderungsniveaus der Stufen 3 und 4“, erklärt Geschäftsführer Robert Römer. Die ITW sehe sich auch als Lösung für Marktteilnehmer, die eigene Programme aufgrund komplexer rechtlicher Anforderungen nicht mehr fortführen können.

Mit den neuen Programmen erweitert die Initiative Tierwohl ihr System gezielt um weitere Haltungsstufen. Für Betriebe eröffnen sich zusätzliche Optionen, höhere Tierwohlstandards umzusetzen und diese innerhalb eines breit etablierten Vermarktungsrahmens anzubieten. Gleichzeitig entsteht ein klarer Fahrplan für betriebliche Anpassungen und mögliche Investitionen.