
Rekordernte zeichnet sich ab
Beim Anbau von Futtererbsen könnte im Wirtschaftsjahr 2025/26 ein neuer Rekordwert erreicht werden. Das IGC erwartet 17,6 Mio. Tonnen und damit 20% mehr als im Vorjahr. Russland dürfte mit etwa 5,3 Mio. Tonnen führender Produzent bleiben. Die EU rangiert auf Platz drei; auch in Deutschland wurde ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Die UFOP erneuerte ihre Forderung an die Bundesregierung, endlich die angekündigte nationale Eiweißstrategie vorzulegen.
von AgE erschienen am 06.03.2026Die weltweite Futtererbsenproduktion dürfte im laufenden Wirtschaftsjahr 2025/26 einen neuen Höchstwert erreichen. Nach Angaben der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) rechnet der Internationale Getreiderat (IGC) mit einer Erntemenge von 17,6 Mio. Tonnen; das wären rund 20% mehr als im Vorjahr. Ausschlaggebend für das gute Ergebnis seien eine Ausweitung der Anbaufläche zur Ernte 2025 bei gleichzeitig höheren Erträgen.
Führende Anbaunation ist einmal mehr Russland. Dort ist die Erbsenproduktion 2025 laut Einschätzung des IGC aufgrund guter Erträge und trotz einer kleineren Anbaufläche gegenüber dem Vorjahr um fast 40% auf das Rekordniveau von 5,3 Mio. Tonnen gestiegen. Dahinter folgt Kanada mit 3,9 Mio. Tonnen und einem Plus von rund 30%. In der EU, die auf Platz drei liegt, wird die Ernte 2025 auf 2,4 Mio. Tonnen taxiert. Vor allem in Deutschland, Frankreich und Litauen sollen die Betriebe mehr als zufriedenstellende Ergebnisse erzielt haben.
Keine Zeit verlieren
Angesichts der sehr guten Erbsenernte 2025 erneuerte die UFOP ihre Forderung an die Bundesregierung, endlich die angekündigte nationale Eiweißstrategie vorzulegen. Sowohl die Lebensmittelerzeugung als auch die Tierernährung seien die Treiber, mit dem Anbau von Leguminosen die Nachhaltigkeit und die Resilienz von Fruchtfolgesystemen zu fördern und weiterzuentwickeln. Es dürfe jetzt kein weiteres Aussaatjahr verpasst werden, mahnte die Förderunion.
Nach Überzeugung der UFOP ist das Ertragspotenzial zur Verbesserung der Wettbewerbsstellung von Leguminosen in Fruchtfolgen bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Eine ganzheitlich ausgerichtete Förderungsstrategie müsse neben der Ausweitung des Anbaus als grundsätzliches Ziel auch die Produktentwicklung und Absatzförderung stärker und verlässlich unterstützen. Nachhaltigkeit bedeute im Sinne der Ökonomie, dass eine steigende Nachfrage die Fläche ziehen müsse, so die Förderunion. Gleichzeitig müsse der erhebliche Forschungs- und Innovationsbedarf über die gesamte Warenkette berücksichtigt werden, beginnend mit der Züchtung.










