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Aviäre Influenza und New Castle

H5N1 in Brandenburg bestätigt – ND-Ausbruch in Putenmast

In Brandenburg sind neue Fälle der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) vom Subtyp H5N1 bestätigt worden. Zudem wurde erstmals seit 1996 wieder ein Ausbruch der Newcastle Disease bei Hausgeflügel im Land festgestellt.

von DGS Redaktion Quelle ZDG erschienen am 24.02.2026
Tierseuchenlage in Deutschland: In Brandenburg sind sowohl Fälle der hochpathogenen Aviären Influenza (H5N1) in einem Entenbestand im Landkreis Märkisch-Oderland als auch ein Ausbruch der Newcastle Disease in einem Putenmastbestand im Landkreis Oder-Spree amtlich bestätigt worden. © Heiko Kueverling/Shutterstock
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Wie aus Meldungen der Landesverbände und dem Tierseucheninformationssystem (TSIS) des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hervorgeht, wurde im Landkreis Märkisch-Oderland, Gemeinde Neutrebbin, ein H5N1-Ausbruch in einem Bestand mit rund 20.000 Enten amtlich bestätigt.

Die rechtlich vorgeschriebene tierschutzgerechte Tötung der Tiere sowie die fachgerechte Entsorgung sind eingeleitet worden. Um den betroffenen Geflügelbetrieb werden Restriktionszonen eingerichtet beziehungsweise aufrechterhalten. Details zur Ausdehnung der Zonen ergeben sich aus den entsprechenden tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügungen.

Eine fortlaufend aktualisierte Übersicht der Saison 2025/2026 wird über die Branchenkanäle bereitgestellt. Ergänzende Informationen zur Seuchenlage in der Europäischen Union veröffentlicht die Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (DG SANTE) der EU-Kommission wöchentlich über das Portal „Webgate“.

Newcastle Disease in Putenmastbestand

Unabhängig vom HPAI-Geschehen wurde im Landkreis Oder-Spree ein Ausbruch der Newcastle Disease (ND) in einem Putenmastbestand mit etwa 23.000 Tieren amtlich festgestellt und durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.

Die Bekämpfungsmaßnahmen wurden durch das zuständige Veterinäramt umgehend eingeleitet. Per Tierseuchenallgemeinverfügung wurden alle erforderlichen Maßnahmen angeordnet. Dazu zählen die tierschutzgerechte Tötung des Bestandes sowie die Einrichtung einer Schutzzone mit einem Radius von mindestens drei Kilometern und einer Überwachungszone mit einem Radius von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb.

Der letzte Ausbruch der Newcastle Disease bei Hausgeflügel in Brandenburg wurde im Jahr 1996 festgestellt. Das Virus der Newcastle-Krankheit, ein aviäres Paramyxovirus, ist weltweit verbreitet und kann nahezu alle Vogelarten infizieren.

In Deutschland besteht für Hühner und Truthühner – auch in Hobbyhaltungen – eine Impfpflicht gegen die Newcastle Disease. Nach Angaben der zuständigen Behörden war auch der betroffene Bestand im Landkreis Oder-Spree ordnungsgemäß geimpft. Da die Grundimmunisierung der Jungtiere zum Zeitpunkt der Infektion noch nicht abgeschlossen war, konnte es dennoch zu einer Virusinfektion kommen.

Die Entwicklungen werden weiter beobachtet. Betriebe in den betroffenen Regionen sind aufgefordert, Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umzusetzen und behördliche Anordnungen strikt einzuhalten.