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Nachfrage nach Eiern

Österreich: Eier weiterhin beliebt

In Österreich bleibt die Nachfrage nach Eier trotz gestiegener Preise hoch. Die Lage ist wegen der Vogelgrippe und der europaweiten Verknappung aktuell angespannt, da Gastronomie und Industrie verstärkt heimische Eier nachfragen.

von AgE Quelle AgE erschienen am 30.03.2026
In Österreich bleibt die Nachfrage nach Eiern nach wie vor hoch. Trotz stabiler Erzeugung bleibt die Lage bis Ostern angespannt. © AlexLMX / Shutterstock
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Eier sind bei Österreichs Verbrauchern nach wie vor sehr beliebt. Laut Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing zählen sie zu den Nahrungsmitteln mit der stabilsten Nachfrage. Die im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) abgesetzte Menge ist in den vergangenen Jahren sogar stetig gewachsen. Trotz höherer Preise wurden 2025 insgesamt rund 955 Mio. Eier verkauft und damit 5,4 % mehr als im Jahr davor. Gegenüber 2022 hat der Absatz sogar um rund 11 % zugelegt. Laut AMA werden in dem Alpenland pro Jahr im Schnitt rund 250 Eier pro Kopf gegessen; 2021 waren es 242.

Sowohl mengen- als auch wertmäßig führten im vergangenen Jahr Eier aus Bodenhaltung die Verkäufe an. Bei der Menge stellten sie knapp die Hälfte, beim Verkaufswert einen Anteil von 41 %. Zehn Eier aus Bodenhaltung kosteten im LEH im Schnitt 2,73 Euro und damit 4,6 % mehr als 2024. Gegenüber 2021 ist ihr Preis um 43 % gestiegen. Rund 38 % der 2025 verkauften Menge entfielen auf Freilandeier; ihr Anteil am Verkaufswert lag bei 40 %. Bio-Eier stellten bei der Menge 13 % und beim Wert 19 %.

Gute Versorgung mit heimischen Eier

Die Geflügelwirtschaft Österreich hob unterdessen hervor, dass das Land grundsätzlich gut mit heimischen Eiern versorgt sei. Mit rund 9 Mio. Legehennen - inklusive Klein- und Kleinsthaltungen - halte die Landwirtschaft statistisch gesehen für jeden Österreicher eine Henne. Dem Verband zufolge werden in dem Alpenland pro Jahr rund 2,3 Mrd. Eier gelegt; das entspreche einem Selbstversorgungsgrad von 87 %. Allein für das Osterfest würden rund 60 Millionen Eier produziert.

Lage vor Ostern angespannt

Doch trotz der stabilen Erzeugung bleibe die Lage bis Ostern angespannt, erklärte der Obmann der EZG-Frischei, Günther Wenninger. Ein Grund sei die Vogelgrippe, die in Europa schon rund 12 Mio. Legehennen das Leben gekostet habe. Während Österreich weitgehend verschont geblieben sei, habe die europaweite Verknappung dazu geführt, dass Einkäufer aus Gastronomie und Industrie, die sonst auf billige Importware setzten, verstärkt auf heimische Bestände zugreifen würden. Das sieht Wenninger allerdings kritisch: „Heimische Bäuerinnen und Bauern sind kein Ausfallkonzept für profitorientierte Einkäufer.“ Die Branche brauche verlässliche Partner, die heimische Qualität dauerhaft schätzten.

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