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Agrarpolitik

Zukunft der Tierhaltung: EU startet Konsultation

Die EU-Kommission will im Juni oder Juli ihre Nutztierhaltungsstrategie präsentieren. Bis zum 10. April haben interessierte Kreise nun die Möglichkeit, im Vorfeld noch ihre Meinung kund zutun. 

von Agra Europe erschienen am 17.03.2026
© Tetiana Vitsenko_colourbox
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Wie soll die Tierhaltung in der Europäischen Union künftig aussehen? Welche Rolle soll das Tierwohl einnehmen? Was braucht der Sektor, um sich ökonomisch resilienter aufzustellen? Erste Antworten könnte die EU-Kommission in einer im Juni oder Juli erwarteten Mitteilung zur Nutztierhaltung geben. Zuvor will die Brüsseler Behörde allerdings noch interessierte Kreise dazu befragen. EU-Bürger haben noch bis zum 10. April Zeit, ihre Einschätzungen abzugeben.

In den von der Generaldirektion für Landwirtschaft (DG AGRI) bereitgestellten begleitenden Dokumenten wird die Bedeutung des Sektors für die EU-Landwirtschaft als Ganzes herausgestellt. Ziel sei es, „bürokratische Belastungen insbesondere bei der Wiederkäuerhaltung“ zu reduzieren.

Zudem soll sich die erwartete Strategie Tierkrankheiten, der „notwendigen“ Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks sowie dem Kapitalabfluss widmen. Gleiches gilt für „strenge EU-Normen, unter anderem im Bereich des Tierschutzes“. Ein Problem: Die Zusatzkosten werden aus Sicht der Kommission vom Markt nicht immer vergütet. 

Wie den Texten zur Konsultation zu entnehmen ist, strebt Brüssel für Tierhaltungsbetriebe in Regionen mit hoher Produktionskonzentration allerdings auch an, die negativen externen Effekte zu verringern. Gemeint sind damit unter anderem Emissionsüberschüsse bei Stickstoff und Phosphor. Gleichzeitig sollen Faktoren wie Beschäftigung, Landbewirtschaftung und lokale Wertschöpfungsketten eingepreist werden. Lösungsansätze sehen die Kommissionsbeamten unter anderem in mehr Innovation, territorialen Ansätzen, der Aufwertung hochwertiger tierischer Erzeugnisse und der Förderung von Weidesystemen. Auch will man auf mehr Investitionen in den Tierschutz, Rückverfolgbarkeit und Zertifizierungssysteme setzen.

Agri legt einen Initiativbericht vor

Dazu passend wird der Landwirtschaftsausschuss (Agri) im Europäischen Parlament am 18. März über einen Initiativbericht zur „nachhaltigen Zukunft für den EU-Tierhaltungssektor“ abstimmen. Berichterstatter ist der italienische EU-Parlamentarier Carlo Fidanza von der Fratelli d’Italia. Seine Partei gehört zur Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR).

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