
Neue US-Ernährungsleitlinien stärken die Rolle von Protein
Die USA ändern ihre offiziellen Ernährungsempfehlungen grundlegend. Erstmals wird Protein explizit für jede Mahlzeit priorisiert und damit ein zentraler Akzent neu gesetzt.
von DGS Redaktion Quelle U.S. Department of Health and Human Services / U.S. Department of Agriculture: erschienen am 12.01.2026Mit der Veröffentlichung der Dietary Guidelines for Americans 2025–2030 haben HHS und USDA einen deutlichen Kurswechsel in der staatlichen Ernährungspolitik vollzogen. Der Neuigkeitswert liegt vor allem in der klaren Empfehlung, bei jeder Mahlzeit eine hochwertige Proteinquelle einzuplanen. Eine solche Gewichtung war in früheren Leitlinien nicht in dieser Form verankert.
Die neuen Empfehlungen stellen Protein aus tierischen und pflanzlichen Quellen gleichrangig in den Fokus. Genannt werden unter anderem Fleisch, Geflügel, Fisch und Eier ebenso wie Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Gleichzeitig betonen die Leitlinien den Vorrang vollwertiger, möglichst wenig verarbeiteter Lebensmittel. Stark verarbeitete Produkte sowie zugesetzter Zucker sollen laut den Behörden deutlich reduziert werden.
Parallel dazu rücken Fette aus natürlichen Quellen stärker in den Vordergrund. Empfohlen werden insbesondere pflanzliche Öle, Nüsse, Samen sowie Vollfettprodukte. Getreideprodukte verlieren im Vergleich zu früheren Leitlinien an Bedeutung. Symbolisch zeigt sich das in einer neu interpretierten Ernährungspyramide, bei der proteinreiche Lebensmittel, Obst und Gemüse die Basis bilden.
Die Dietary Guidelines for Americans haben über die individuelle Ernährung hinaus politische Relevanz. Sie dienen als verbindliche Grundlage für staatliche Programme wie Schulverpflegung, Militärverpflegung und weitere öffentliche Ernährungssysteme. Entsprechend wird erwartet, dass die neue Proteinpriorisierung auch Auswirkungen auf Beschaffung, Produktentwicklung und Kommunikation entlang der gesamten Lebensmittelkette hat.








