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Tierhaltungskennzeichnungsgesetz

Dosch fordert ein „Gesamtpaket“

Thomas Dosch von der Premium Food Group hat sich für eine Verschiebung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes ausgesprochen. Es brauche nun ein Gesamtpaket: Downgrading müsse ermöglicht und ausländische Ware von der Kennzeichnung erfasst werden. Hätte das BMLEH rechtzeitig einen entsprechenden Entwurf vorgelegt, hätte man sich die erneute Diskussion um eine Verschiebung sparen können, kritisierte er.

von AgE erschienen am 28.11.2025
Das novellierte Gesetz müsse so gefasst werden, dass ein Downgrading möglich sei und die Konsumenten die Haltungsform auch bei Fleisch aus dem Ausland erkennen können. © BMLEH
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Thomas Dosch von der Premium Food Group hält es für „zwingend notwendig“, dass das Inkrafttreten des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes (THKG) erneut verschoben wird. Das bestehende Gesetz sei „nicht umsetzbar“ und würde letztlich zu weniger Tierwohl führen, bekräftigte der Leiter des Hauptstadtbüros der Premium Food Group, ehemals Tönnies Gruppe, am Donnerstag (27.11.) gegenüber AGRA Europe.

„Damit das Gesetz im Sinne der gesetzten Ziele wirken kann, kommt es jetzt auf ein Gesamtpaket an“, so Dosch weiter. Das novellierte Gesetz müsse so gefasst werden, dass ein Downgrading möglich sei und die Konsumenten die Haltungsform auch bei Fleisch aus dem Ausland erkennen können. Dosch erinnerte an das Papier einer „Allianz“ von Verbänden der Agrarwirtschatft, die dazu vor wenigen Monaten ein entsprechendes Konzept vorgelegt hatten.

Dosch vertritt damit eine ähnliche Position wie die parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH), Silvia Breher. Diese hatte am Mittwoch (26.11.) bei einer Veranstaltung des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) davon gesprochen, dass sie davon ausgehe, dass bereits in der kommenden Woche über die Verschiebung des Gesetzes im Bundestag abgestimmt werde.

Man hätte sich Verschiebung „sparen können“

Dosch äußerte dennoch Kritik am Ministerium „Ich hätte mir gewünscht, dass das BMLEH längst eine Vorlage für die beschlossene Novelle geliefert hätte“, monierte er. Dann hätte man sich auch die Diskussion um eine weitere Verschiebung sparen können.

Seit August 2025 warteten Wirtschaft und NGOs bereits auf den Entwurf, betonte er. Erst wenn dieser vorliege, könne man sich dann inhaltlich auseinandersetzen. „Jetzt muss Qualität vor Geschwindigkeit gehen“, mahnte der Leiter der Hauptstadtrepräsentanz der Premium Food Group.