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Grüne Woche

AG Enten und Gänse stellt Haltungskonzept vor

Die Fach-Arbeitsgruppe informierte in Berlin über konkrete Anforderungen an die Haltung von Pekingenten in Niedersachsen. Vorgestellt wurden unter anderem Vorgaben zu Einstreu, Besatzdichte und zusätzlichem Wasserangebot im Stall.

von DGS Redaktion Quelle AG Enten & Gänse – Niedersächsischer Tierschutzplan für nachhaltige Nutztierhaltung erschienen am 19.02.2026
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Enten und Gänse des Niedersächsischen Tierschutzplans für nachhaltige Nutztierhaltung“ klärten Verbraucher am Stand auf der diesjährigen Grünen Woche in Berlin über die spezifischen Bedürfnisse der Pekingente auf. © Wilhelm Kollmer-Heidkamp
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Die Arbeitsgruppe Enten und Gänse des Niedersächsischen Tierschutzplans hat sich auf der Internationalen Grünen Woche 2026 in Berlin erstmals mit einem eigenen Informationsangebot präsentiert. Im Zentrum stand die Haltung der Pekingente in Niedersachsen sowie die Weiterentwicklung praxisnaher Standards für Wassergeflügel.

Grundlage ist die Niedersächsische Pekingentenvereinbarung, die verbindliche Mindestanforderungen für die Haltung definiert. Dazu zählen unter anderem eine eingestreute Stallfläche von mindestens 75 %, eine Begrenzung der Besatzdichte auf maximal 20 kg Tiergewicht je Quadratmeter sowie ein zusätzliches Wasserangebot zur Gefiederpflege. Die Tiere werden regelmäßig tierärztlich betreut. Diese Punkte sind auch im neu aufgelegten Flyer der Fach-Arbeitsgruppe zusammengefasst.

Die Arbeitsgruppe arbeitet im Rahmen des Niedersächsischen Tierschutzplans gemeinsam mit Vertretern aus Landwirtschaft, Tierschutz, Wissenschaft und Behörden an der Weiterentwicklung von Haltungskonzepten. Neben dem Wasserangebot werden Fragen der Stallbeleuchtung sowie der Zugang zu Außenklimareizen oder Freiland diskutiert. Ziel ist es, Lösungen zu erarbeiten, die sowohl tierhaltungsfachlichen Anforderungen als auch Aspekten der Nachhaltigkeit und Vermarktung Rechnung tragen.

Am Stand auf der Grünen Woche wurden verschiedene Tränkesysteme vorgestellt, darunter Trichtertränken als offenes Wasserangebot im Maststall. Dieses System ist in niedersächsischen Entenställen seit Jahren verpflichtend. Ein Kurzfilm vermittelte Einblicke in konventionelle Pekingentenhaltung mit Einstreu, zusätzlichem Wasserangebot und Außenklimareizen.

Darüber hinaus informierten die Vertreter über Kennzeichnungen im Lebensmitteleinzelhandel, anhand derer sich regionale beziehungsweise deutsche Ware identifizieren lässt. Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützte den Messeauftritt. Auch Staatssekretärin Frauke Patzke verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von der Arbeit der Fach-Arbeitsgruppe.