
Unilever zieht globale Käfigfrei-Zusagen zurück
Unilever verabschiedet sich von seinen weltweiten Selbstverpflichtungen zu käfigfreier Eierbeschaffung und höheren Masthuhn-Standards. Als Begründung nennt der Konzern anhaltende Lieferkettenprobleme, insbesondere in Schwellenländern.
von DGS Redaktion Quelle PoultryNews erschienen am 17.02.2026Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat bestätigt, seine globalen Selbstverpflichtungen zur Beschaffung käfigfreier Eier sowie zum sogenannten Better Chicken Commitment (BCC) nicht weiterzuverfolgen. Als Gründe nennt das Unternehmen anhaltende Herausforderungen in den Lieferketten, vor allem in Schwellenländern.
Nach Angaben des Unternehmens bleibt Unilever in Europa und Nordamerika weiterhin vollständig der käfigfreien Eierbeschaffung verpflichtet. In beiden Regionen sei eine Umstellung auf 100 % erreicht worden. Weltweit habe der Anteil käfigfreier Beschaffung zuletzt bei 68 % gelegen. Vor diesem Hintergrund habe man sich entschieden, die globale Selbstverpflichtung nicht weiterzuverfolgen.
Auch aus dem sogenannten Better Chicken Commitment (BCC) zieht sich der Konzern zurück. Diese Initiative sieht strengere Standards für die Masthühnerhaltung vor.
In Stellungnahmen, über die Branchen- und Kampagnenorganisationen berichteten, erklärte Unilever, dass begrenzte Verfügbarkeiten und infrastrukturelle Einschränkungen in Schwellenländern den Fortschritt eingeschränkt hätten. Es sei daher erforderlich gewesen, die globalen Zeitpläne und Verpflichtungen neu zu bewerten.
Unilever betonte zugleich, weiterhin an einer kontinuierlichen Verbesserung im Bereich Tierwohl festhalten zu wollen. Die Eier-Lieferketten in Europa und Nordamerika seien inzwischen vollständig käfigfrei.
Kritik äußerte die Organisation Compassion in World Farming. Sie sieht durch die Entscheidung die bisherigen Fortschritte gefährdet und fordert die Wiedereinsetzung beider Verpflichtungen sowie transparente, zeitlich klar definierte Umsetzungspläne.








