
FLI erneuert FAQ-Katalog zur Newcastle Disease
Welches sind aktuell die Eintragswege der Newcastle Disease in Deutschland und warum betrifft es auch geimpfte Bestände und wie kann man sich davor schützen? Solche und weitere Fragen zur atypischen Geflügelpest beatnwortet das Friedrich-Loeffler-Institut in seiner FAQ-Liste, die am 7. April erneuert wurde.
von DGS Quelle FLI erschienen am 10.04.2026Was ist die Newcastle-Krankheit? Welche Krankheitssymptome treten auf? Wie wird die Newcastle-Krankheit verbreitet? Solche Fragen beantwortet das Friedrich-Loeffler-Institut der Insel Riems in einem FAQ-Katalog zur Newcastle Disease. Das FLI hat seine Fragen und Antworten am 7. April erneuert.
Beantwortet wird unter anderem auch die Frage, was die wahrscheinlichsten Eintragswege in die Betriebe und Haltungen in Deutschland Anfang 2026 sind? Hierzu gebe es unterschiedliche Ansatzpunkte, ohne dass eindeutige Eintragswege belegt werden können. Festgestellt wurden vielfältige Kontakte nach Polen und Tschechien, sowohl Personen-, Fahrzeug- als auch Tierkontakte. Dies könnte eine mögliche Eintragsquelle sein. Über kurze Distanzen kann Luft nicht ausgeschlossen werden.
Dass Hobbyhaltungen eine besondere Rolle beim Eintrag und der Verbreitung der ND in kommerzielle Haltungen spielen, verneint das FLI: In Deutschland seien sogenannte Hinterhofhaltungen eher im Nachgang zu den Ausbrüchen in größeren Betrieben betroffen.
Eingegangen wird auch auf Fragen wie: Warum trifft es auch geimpfte Geflügelbestände und woran erkennt man die Infektion bei geimpftem Geflügel (am ehesten an Leistungseinbrüchen).
Gefahr der Weiterverbreitung durch Impfplicht?
Besteht durch die Impfplicht nicht die Gefahr, dass unter der Impfdecke eine Infektion nicht erkannt undeventuell weiterverbreitet wird (ähnlich, wie es bei der Impfung gegen Geflügelpest/Vogelgrippe diskutiert wird)? Antwort des FLI: Ja, wie wir derzeit sehen. Allerdings gibt es, anders als bei der Geflügelpest, bei NDV lediglich einen einzigen Serotyp. Daher bewirkt auch die Impfung mit den zugelassenen Impfstoffen der Genotypen I und II eine schützende Immunität gegen andere Genotypen, einschließlich G VII1.1. Für den Herdenschutz ist eine möglichst homogene Herdenimmunität entscheidend.










