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Newcastle Krankheit

Weitere Ausbrüche in Brandenburg

In Brandenburg wurde die Newcastle-Krankheit in weiteren Beständen nachgewiesen.

von DGS Redaktion Quelle MLEUV Brandenburg, Landkreis Spree-Neiße erschienen am 09.03.2026
Weitere Beständen sind von der Newcastle-Krankheit betroffen. © Saiful52/Shutterstock
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In einem Legehennenbetrieb im Landkreis Spree-Neiße ist ein weiterer Ausbruch der Newcastle-Krankeit (Newcastle Disease) zu verzeichnen, wie das zuständige Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MLEUV) auf seiner Internetseite berichtet. Betroffen sind drei Stalleinheiten mit jeweils etwa 90.000 Tieren. Bei den Tieren waren erhöhte Tierverluste und ein Rückgang der Legeleistung aufgetreten. Erste Proben wurden vom bestandsbetreuenden Tierarzt genommen und in einem akkreditierten Privatlabor untersucht, in dem der Virusnachweis erbracht wurde. Das Veterinäramt des Landkreises Spree-Neiße wurde unverzüglich informiert und der Bestand gesperrt. Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat die nachfolgend amtlich entnommenen Proben untersucht und dabei das aviäre Paramyxovirus (APMV) nachgewiesen. Der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) bestätigte den Ausbruch der Newcastle-Krankheit.

Im Landkreis Spree-Neiße wurde am 6. März 2026 eine Tiersuchenallgemeinverfügung erlassen. Für Geflügelhaltungen in der Schutz- und Überwachungszone gilt unter anderem eine Aufstallungspflicht, ein Verbringungsverbot von Geflügel sowie besondere Hygienemaßnahmen.

Die Allgemeinverfügung inklusive der vollständigen Auflistung der betroffenen Gemarkungen sowie einer Karte mit der ausgewiesenen Schutz- und Überwachungszone kann dem Amtsblatt 08/2026 auf der Internetseite des Landkreises entnommen werden.

Kleinsthalter im Landkreis Dahme-Spreewald betroffen

Bei einem Kleinsthalter mit sechs Hühnern im Landkreis Dahme-Spreewald wurden ebenfalls Verluste festgestellt. Der Halter informierte das Veterinäramt, nachdem fünf Hühner plötzlich verendeten. Der Bestand wurde gesperrt und amtliche Proben entnommen. Das verbliebene Huhn wurde vom Veterinäramt tierschutzgerecht getötet.

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg hat die amtlich entnommenen Proben untersucht und das aviäre Paramyxovirus (APMV) nachgewiesen. Der abschließende Befund des Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigte den Ausbruch der Newcastle-Krankheit. Die Schutz- und Überwachungszone wurde vom Landkreis Dahme-Spreewald angepasst.

Vier Ausbrüche in Brandenburg

Ende Februar wurde der erste Ausbruch der Newcastle Disease beim Hausgeflügel seit 1996 festgestellt. Mit den aktuellen Fällen wurden nun vier Ausbrüche im Land Brandenburg festgestellt, wie das MLEUV Brandenburg berichtet. Fast alle Vogelarten können demnach infiziert werden. In Deutschland wird das Virus vor allem bei wild lebenden Tauben nachgewiesen. Die Schwere der hervorgerufenen Erkrankung hängt von der Pathogenität des Virusstammes, der Wirtspezies sowie von der Immunkompetenz der betroffenen Tiere ab. Beim Haushuhn kann die Erkrankung – in Abhängigkeit vom Virusstamm – von sehr milden Verläufen bis zum plötzlichen Tod mit 100-prozentiger Mortalität der Herde variieren. In Deutschland besteht eine Impfpflicht.

Das FLI hat seine Risikoeinschätzung zur Newcastle-Krankheit am 6. März 2026 angepasst. Es geht von einer erhöhten Gefährdungslage für Geflügel- und Vogelhaltungen in Deutschland aus. Informationen und Antworten auf die häufigsten Fragen stellt das FLI auf seiner Themenseite zur Newcastle-Krankheit zur Verfügung.

Für Geflügelhalter bekommt die Kontrolle des Impfstatus sowie die strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen auch in diesem Zusammenhang an Bedeutung.

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