
Brasilien: Fleischkonzern JBS steigert Umsatz in 2025
Der brasilianische Fleischverarbeiter JBS hat seinen Umsatz 2025 gegenüber dem Jahr davor um 15 % auf gesteigert. Das operative Ergebnis sank indes um 5,0 % auf umgerechnet 5,9 Mrd. Euro. Die Geflügelsparte war aber gerade beim Export erneut stark.
von AgE erschienen am 27.03.2026Der brasilianische Fleischverarbeiter JBS, einer der größten Fleischkonzerne der Welt, hat seinen Umsatz 2025 weiter gesteigert, und zwar gegenüber dem Jahr davor um 15 % auf umgerechnet 74,6 Mrd. Euro. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank laut dem jetzt vorgelegten Geschäftsbericht 2025 indes um 5,0 % auf umgerechnet 5,9 Mrd. Euro. Der Nettogewinn erhöhte sich um 14,5 % auf umgerechnet 1,8 Mrd. Euro.
Umsatzzuwächse verzeichnete der Konzern in allen Geschäftsfeldern. Als einen Grund dafür nennt JBS die robuste Nachfrage nach Rind- und Schweinefleisch in den USA. Auch in Australien wurde Rindfleisch rege abgenommen. Und sowohl JBS Beef USA als auch JBS Australia konnten außerdem von den hohen Rindfleischpreisen profitieren.
Geflügel: Stark im Export trotz des Geflügelpestfalls
Der ebenfalls zu JBS gehörende US-Geflügelproduzent Pilgrim`s Pride profitierte laut den Konzernangaben von der zuvor angestoßenen Optimierung seines Produktportfolios. JBS Brasil und das brasilianische Geflügelfleischunternehmen Seara waren stark im Export, trotz zeitweiser Handelsbeschränkungen etwa in Europa infolge eines Vogelgrippefalls in der brasilianischen Geflügelhaltung im Frühjahr 2025. Im Inland konnten sie ihre Marken bekannter machen und den Vertrieb ausbauen.
EBITDA schwächelt in drei Bereichen
Beim EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) schwächelten laut dem Geschäftsbericht die Konzernbereiche JBS Brasil sowie vor allem JBS Beef USA und JBS USA Pork. Im Rindfleischsegment wirkten sich die hohen Schlachtviehpreise negativ aus. Sie resultierten aus der Angebotsverknappung, die aus dem Rinderzyklus und der schädlingsbedingten Sperrung des US-Marktes für Lebendvieh aus Mexiko folgte.
Pilgrim`s Pride, JBS Australia und Seara konnten ihre EBITDA dagegen steigern, etwa durch die Verbesserung der Produktivität. Schon 2024 hatte JBS eine Effizienzstrategie angestoßen, nachdem der Konzern 2023 aufgrund hoher Kosten und eines rückläufigen Absatzes geschwächelt hatte. Bereits 2024 waren die Geschäfte wieder besser gelaufen.










