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Geflügelwirtschaftsverband Nordrhein-Westfalen

Geflügeltag: Schadnagerbekämpfung im Fokus

Die Schadnagerbekämpfung stellt eine wichtige Säule der Biosicherheitsmaßnahmen dar und spielt dadurch auch bei der Verbreitung von Krankheiten eine wichtige Rolle. Derzeit befindet sie sich im Umbruch. Darüber und über weitere wichtige Themen aus der Geflügelhaltung informiert der Geflügeltag Nordrhein-Westfalen, der am 5. Mai 2026 auf Haus Düsse stattfindet.

von DGS Redaktion erschienen am 02.03.2026
Im Fokus auf dem Geflügeltag in Nordrhein-Westfalen am 5. Mai 2026 auf Haus Düsse, Bad Sassendorf: Die Bekämpfung von Schadnagern. Der GWV NRW ist Mitorganisator der Veranstaltung. © Photoimpuls / Shutterstock
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Ein Schwerpunkt des diesjährigen Geflügeltags Nordrhein-Westfalen liegt auf der Bekämpfung von Schadnagern und das gleich aus zwei Gründen: Einerseits ist sie ein wichtiges Element aus dem Reigen der Biosicherheitsmaßnahmen. Sie steht unmittelbar in Zusammenhang mit der Einschleppung von Krankheiten, insbesondere der Aviären Influenza. Zum anderen stehen landwirtschaftliche Betriebe vor einem Wandel in der Schadnagerbekämpfung, der durch gesetzliche Änderungen geprägt wird.

Ab Mitte des Jahres 2026 wird die befallsunabhängige Dauerbeköderung mit antikoagulanten Rodentiziden nicht mehr erlaubt sein. Diese dürfen ab dann nicht mehr präventiv eingesetzt werden, sondern nur noch nach Feststellung eines akuten Befalls – und auch nur, solange dieser bekämpft werden muss, wofür in der Regel maximal ein Monat angesetzt wird.

Außerdem wird die Nutzung von Rodentiziden ab Mitte 2027 nicht mehr über den Pflanzenschutznachweis abgedeckt. Eine Folge daraus: Die Anwender müssen bei deren Einsatz einen Sachkundelehrgang absolvieren. Antikoagulante Mittel gegen Ratten und Mäuse dürfen nicht mehr vorbeugend eingesetzt werden, sondern erst nachdem ein Befall festgestellt wurde – und auch nur so lange, bis der akute Befall bekämpft ist. In der Regel geht man dabei von einem Monat aus.

Pflanzenschutz-Sachkunde reicht nicht mehr

Eine weitere Änderung: Der Kreis derer, die antikoagulante Rodentizide einsetzen dürfen, wird eingeschränkt. Die bisherige Pflanzenschutz-Sachkunde reicht dann nicht mehr aus. Diese Regelung resultiert aus der Novellierung der Gefahrstoffverordnung sowie aus den Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) 540.

Aufgrund dieser aktuellen Lage beschäftigt sich der diesjährige Geflügeltag Nordrhein-Westfalen in zwei Vorträgen mit der Schädlingsbekämpfung. Kai Göhmann, öffentlicher Sachverständiger im Bereich Schädlingsbekämpfung, befasst sich mit rechtlichen Rahmenbedingungen, Brit Anderle und Dr. Alexandra Esther vom Julius Kühn-Institut stellt ein Projekt vor, bei dem es um die digitale Erfassung von Rattenbefall auf landwirtschaftlichen Betrieben geht.

Einsatz von KI in der Geflügelhaltung

Weitere Themen des Geflügeltags beinhalten unter anderem die Aufzucht von Junghennen, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Geflügelhaltung sowie aktuelle Nachrichten aus Brüssel, hierbei insbesondere die Überarbeitungen der Tierhaltungsvorschriften und der EU-Tierschutztransportverordnung.

Die Veranstaltung findet am 05. Mai 2026 im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft, Haus Düsse, in Bad Sassendorf statt. Als Mitorganisator tritt der Geflügelwirtschaftsverband Nordrhein-Westfalen auf.

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