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Ausbildung

Kooperation zur Fachkräftesicherung

Mit einer neuen Vereinbarung wollen die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Arbeitsagentur Ausbildung, Qualifizierung und Integration in der grünen Branche stärken. Die Zusammenarbeit ist zunächst bis Ende 2027 angelegt.

von DGS Redaktion Quelle Landwirtschaftskammer Niedersachsen; Bundesagentur für Arbeit erschienen am 12.01.2026
Um genügend Fachkräfte für die bedeutende grüne Branche Niedersachsens zu gewinnen, bündeln die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit ihre Beratungs- und Qualifizierungs-Möglichkeiten. © Teichler/Landwirtschaftskammer Niedersachsen  
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Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit haben eine Kooperationsvereinbarung zur Sicherung von Fachkräften in der Land- und Forstwirtschaft geschlossen. Ziel ist es, dem steigenden Fachkräftebedarf in Niedersachsen durch eine engere Abstimmung von Berufsorientierung, Ausbildung, Qualifizierung und Integration zu begegnen.

Hintergrund der Vereinbarung sind der demografische Wandel, der technologische Fortschritt sowie der anhaltende Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau und Fischerei. Nach Angaben der Kooperationspartner betrifft dies rund 25.000 Betriebe im Agrarland Niedersachsen.

Die Vereinbarung sieht vor, bestehende Arbeitskräftepotenziale besser zu nutzen. Dazu zählen inländische Fachkräfte ebenso wie Menschen mit Migrationsgeschichte, Fachkräfte aus Drittstaaten sowie Saisonarbeitskräfte aus der Europäischen Union. Digitalisierung und Automatisierung allein reichten nicht aus, um den Bedarf zu decken, heißt es in der Mitteilung.

Ein Schwerpunkt liegt auf Berufsorientierung und Ausbildung. Geplant sind gemeinsame Informationsangebote zu grünen Berufen, die gezielte Ansprache junger Menschen über bestehende Plattformen sowie der Ausbau von Praktikumsangeboten. Förderinstrumente wie Assistierte Ausbildung und Einstiegsqualifizierung sollen den Einstieg in Ausbildung erleichtern.

Darüber hinaus wollen die Partner Inklusion und Integration stärken. Menschen mit Behinderungen sowie Zugewanderte sollen beim Übergang in Ausbildung und Beschäftigung intensiver unterstützt werden. Bestehende Projekte und Ansprechstellen für Arbeitgeber werden dabei einbezogen. Gleichzeitig verpflichtet sich die Kooperation zu fairen Rekrutierungsprozessen bei der Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten.

Im Bereich Qualifizierung und Weiterbildung sind Weiterbildungsverbünde und Förderprogramme vorgesehen, um Betriebe und Beschäftigte auf den technologischen Wandel vorzubereiten. Die Regionaldirektion informiert die Landwirtschaftskammer regelmäßig über verfügbare Förderinstrumente, die an die Praxisbetriebe weitergegeben werden. Entscheidungen über Förderungen erfolgen im jeweiligen Einzelfall durch die zuständigen Agenturen für Arbeit.

Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst bis Ende 2027. Beide Partner kündigten an, regelmäßig über den Stand der Zusammenarbeit und laufende Projekte zu informieren.

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