
Studie zum Essverhalten liefert Signale für die Geflügelbranche
Wie denken Verbraucher heute über Lebensmittel, Gesundheit und Preis? Eine im Bundestag diskutierte Studie zeigt ein Spannungsfeld, das auch für die Geflügelwirtschaft relevant ist.
von DGS Redaktion Quelle Heinz Lohmann Stiftung erschienen am 06.03.2026Beim politischen Frühstück der Heinz Lohmann Stiftung im Deutschen Bundestag standen Anfang März neue Studien zum Essverhalten der Verbraucher im Mittelpunkt. Vorgestellt wurden Ergebnisse aus Untersuchungen des Marktforschungsinstituts rheingold salon sowie der Universität Göttingen, die Einstellungen zu Lebensmitteln und Kaufentscheidungen über einen Zeitraum von rund zwei Jahrzehnten vergleichen.
Die Analysen zeichnen ein vielschichtiges Bild. Gesundheitsaspekte spielen für viele Konsumenten heute eine größere Rolle als noch vor Jahren. Gleichzeitig berichten die Studien von wachsender Unsicherheit durch widersprüchliche Ernährungsempfehlungen und einem stärkeren Blick auf den Preis beim Einkauf. Auch Convenience-Angebote werden häufiger genutzt.
Für die Geflügelbranche ergeben sich daraus mehrere Anknüpfungspunkte. Geflügelfleisch und Eier gelten aus ernährungsphysiologischer Sicht traditionell als hochwertige Eiweißquellen. Gleichzeitig treffen Produzenten und Vermarkter auf Verbraucher, die stärker zwischen Gesundheit, Preis und Orientierung im Lebensmitteldschungel abwägen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde deshalb auch die Bedeutung verständlicher Information über Lebensmittel hervorgehoben. Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe, betonte in der Diskussion, wissenschaftliche Erkenntnisse müssten stärker in alltagstaugliche Angebote und transparente Kommunikation übersetzt werden.

Die gemeinnützige Stiftung versteht sich nach eigenen Angaben als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Landwirtschaft und Verbrauchern und fördert Forschung zum Ernährungs- und Konsumverhalten.










