
Geflügelpest: Erneuter Ausbruch in Argentinien
Argentinien hat seinen Status als „frei von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI)“ nach knapp fünf Monaten wieder verloren. Die Behörden wiesen das Virus jetzt in einer Nutztierhaltung bei Ranchos im Süden von Buenos Aires nach. Das hat auch Auswirkungen auf den Geflügelfleischexport. Der war gerade dabei, sich vom vorherigen HPAI-Fall in Argentinien zu erholen.
von AgE erschienen am 26.02.2026Argentinien hat seinen Status als „frei von Hochpathogener Aviärer Influenza (HPAI)“ nach knapp fünf Monaten wieder verloren. Laut Behördenangaben wurde das Virus jetzt in einer Nutztierhaltung bei Ranchos im Süden von Buenos Aires nachgewiesen. Die entsprechenden Schutzmaßnahmen einschließlich der Einrichtung von Restriktionszonen seien umgesetzt worden. Daneben habe man den Export von Geflügelfleisch in zahlreiche Länder gestoppt oder gemäß bestehender Regionalisierungsabkommen beschränkt.
Damit dürfte die geplante Wiedereröffnung des EU-Marktes für argentinisches Geflügelfleisch, das keiner risikomindernden Behandlung unterzogen wurde, vom Tisch sein. Die EU-Kommission hatte erst kürzlich mitgeteilt, am 1. März wieder Importe auf den Binnenmarkt zuzulassen. Dadurch wäre der Handelsstopp infolge des offiziell beendeten Geflügelpestausbruchs im vorigen August bei Buenos Aires aufgehoben gewesen. In den zurückliegenden Monaten hatten mehrere Länder Lieferungen wieder vollumfänglich zugelassen. Nur China als einer der früheren Hauptabnehmer hatte eine Marktöffnung weder durchgeführt, noch angekündigt.
Im Kalenderjahr 2024 hatte Argentinien seinen Geflügelfleischexport laut dem Landwirtschaftsministerium in Buenos Aires mengenmäßig um 15% auf 185.800 t und wertmäßig um 23% auf umgerechnet 187,2 Mio. Euro gesteigert.










