
FAO und WOAH legen globale Strategie gegen HPAI bis 2033 vor
Im Rahmen von GF-TADs haben FAO und WOAH ihre globale Strategie zur Bekämpfung der hochpathogenen Aviären Influenza vorgestellt. Der Ansatz setzt auf internationale Koordination, Forschung und One-Health-Strukturen.
von DGS Redaktion Quelle Agriculture Organization of the United Nations, World Organisation for Animal Health erschienen am 19.02.2026Wie der International Poultry Council (IPC) berichtet, kamen vergangene Woche Vertreter der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) und der World Organisation for Animal Health (WOAH, ehemals OIE) im Rahmen des Global Framework for the Progressive Control of Transboundary Animal Diseases (GF-TADs) zu einem Webinar zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Initiativen zur Prävention und Kontrolle der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI).
Vorgestellt wurde insbesondere die globale FAO/WOAH-Strategie zur Bekämpfung von HPAI für den Zeitraum 2024 bis 2033. Ziel ist es, die Bereitschafts- und Reaktionssysteme weltweit zu stärken und Maßnahmen zwischen Staaten besser zu koordinieren. HPAI wird von den Organisationen weiterhin als eine der bedeutendsten transboundary Tierseuchen eingestuft, mit Auswirkungen auf Geflügelproduktion, internationalen Handel und Ernährungssicherung.
Im Webinar wurden neue technische Leitlinien, Instrumente und Unterstützungsangebote präsentiert, die Mitgliedstaaten bei der Risikobewertung und Bekämpfung unterstützen sollen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Forschungskoordination. Dabei wurde auf internationale Fahrpläne verwiesen, unter anderem des STAR-IDAZ Influenza Research Consortium, die wissenschaftliche Prioritäten bündeln und Doppelstrukturen vermeiden sollen.
Zentraler Bestandteil der Strategie ist der sogenannte One-Health-Ansatz. Darunter wird eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen Tiergesundheit, öffentlicher Gesundheit und Umweltsektor verstanden. Ziel ist es, Übertragungsrisiken frühzeitig zu erkennen und sektorübergreifend zu reagieren. Gerade vor dem Hintergrund der weltweiten Viruszirkulation in Wildvogelpopulationen und der wiederkehrenden Ausbrüche in Nutzgeflügelbeständen wird dieser integrierte Ansatz als notwendig bewertet.
Für die deutsche Geflügelwirtschaft ergeben sich daraus keine unmittelbar neuen Vorgaben. Die Diskussion zeigt jedoch, dass HPAI weiterhin als globales Dauerthema eingeordnet wird und internationale Abstimmung an Bedeutung gewinnt. Fragen der Biosicherheit, Überwachung, Handelsrestriktionen und Seuchenkommunikation bleiben damit auch in Europa eng mit internationalen Entwicklungen verknüpft.
Das IPC kündigte an, sich weiterhin in die internationale Abstimmung einzubringen und den Wissensaustausch zwischen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zu unterstützen.
Die von der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) und der World Organisation for Animal Health (WOAH) im Rahmen von Global Framework for the Progressive Control of Transboundary Animal Diseases (GF-TADs) vorgestellte Strategie ersetzt das Grundsatzpapier aus dem Jahr 2008. Hintergrund sind die veränderte epidemiologische Lage sowie die weltweite, anhaltende Zirkulation von H5Nx-Varianten in Wildvogelpopulationen und Geflügelbeständen.
Ziel der Strategie ist es, die Auswirkungen der hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) langfristig zu reduzieren und nationale Agrar- und Lebensmittelsysteme widerstandsfähiger zu machen. Der Ansatz geht über klassische Ausbruchsbekämpfung hinaus und setzt auf dauerhafte Prävention, strukturierte Risikoanalyse und belastbare Überwachungssysteme.
Im Mittelpunkt stehen:
- Stärkung nationaler Aktionspläne entsprechend der jeweiligen epidemiologischen Situation
- Ausbau von Überwachungs- und Frühwarnsystemen
- Harmonisierung technischer Leitlinien und Risikobewertungsinstrumente
- Koordinierte Forschungsprioritäten, unter anderem im Rahmen des STAR-IDAZ Influenza Research Consortium
Ein zentrales Element ist der One-Health-Ansatz. Tiergesundheit, öffentliche Gesundheit und Umweltbehörden sollen systematisch zusammenarbeiten, um Übertragungswege frühzeitig zu erkennen und sektorübergreifend zu reagieren.
Die Strategie ist auf den Zeitraum 2024 bis 2033 angelegt und versteht sich als globaler Orientierungsrahmen für Mitgliedstaaten.








