
Geflügelpest: Aktualisierte Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat eine neue Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza für den Zeitraum Dezember 2025 veröffentlicht. Das Risiko für Einträge wird weiterhin als hoch eingeschätzt.
von DGS Redaktion Quelle FLI erschienen am 15.01.2026Zwischen dem 01. und 31. Dezember 2025 wurden in Deutschland 29 HPAIV H5N1-Ausbrüche bei Geflügel und sieben Ausbrüche bei gehaltenen Vögeln (einschließlich Tierpark/Zoo) festgestellt. Betroffen waren vor allem Putenbetriebe, gefolgt von Hühner-, Gänse- und Entenbetrieben. Damit wurde im aktuellen Zeitraum erstmals seit Herbst 2025 ein Rückgang der Fallzahlen beobachtet. Trotz dieses Rückgangs gibt es weiterhin eine hohe Anzahl von Virusnachweisen in Wildvogelpopulationen. Bei Geflügel treten immer noch Ausbrüche auf. Deshalb geht das FLI derzeit nicht davon aus, dass sich die epidemiologische Lage nachhaltig entspannt. Die weitere Entwicklung muss fortgesetzt sorgfältig beobachtet werden.
Das Risiko von HPAIV H5-Einträgen in Geflügelhaltungen durch direkte und indirekte Kontakte zu Wildvögeln wird als hoch eingeschätzt. Auch die Einschätzung des Eintragsrisikos durch Verschleppung des Virus zwischen Haltungen (Sekundärausbrüche) ist weiterhin hoch.
Meldungen bei Kranichen zurückgegangen
Außerdem wurden im Berichtszeitraum insgesamt 349 Funde von mit HPAIV H5N1 infizierten Wildvögeln gemeldet. Betroffen waren nahezu alle Bundesländer; der überwiegende Teil der Funde entfiel auf Wildgänse (204). Die Meldungen von HPAIV H5N1 bei Kranichen sind auf acht Fälle im Vergleich zum November deutlich zurückgegangen.
Für den Berichtszeitraum liegen Nachweise von HPAI H5N1 bei einem Fuchs aus Nordrhein-Westfalen sowie drei Waschbären aus Hessen und einem Waschbären aus Thüringen vor.
Aktuelle Empfehlungen
Aktuelle Empfehlungen des FLI umfassen, die einschlägig empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen weiterhin streng umzusetzen sowie Überwachungs- bzw. Abklärungsuntersuchungen zu überprüfen und konsequent einzuhalten. Die aktuelle Fassung der Risikoeinschätzung kann hier heruntergeladen werden.








