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Mercusor-Handelsabkommen

Deutsche Geflügelwirtschaft sagt Nein zu EU-Mercosur

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft warnt vor massiven Wettbewerbsverzerrungen durch das geplante EU-Mercosur-Abkommen. Importquoten für Geflügelfleisch aus Südamerika würden europäische Produktionsstandards unterlaufen und bestehende Probleme bei Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit verschärfen. Der Verband fordert daher ein klares Nein zu dem Abkommen in seiner aktuellen Form.

von DGS, ZDG Quelle ZDG erschienen am 09.01.2026
Geflügelfleischimporte aus Mercosur-Staaten machen bereits rund ein Drittel der EU-Importe aus; zusätzliche Kontingente würden den Preisdruck weiter erhöhen. © 2025 nadia_acosta/Shutterstock
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Der ZDG warnt eindringlich vor den Folgen des geplanten EU-MercosurHandelsabkommens. Das Abkommen gefährde die Zukunft der europäischen und deutschen Geflügelhaltung und widerspreche fundamentalen Prinzipien fairer und nachhaltiger Agrarpolitik.

"Mit dem Abkommen werden Märkte geöffnet für Geflügelfleisch, das unter Bedingungen produziert wird, die mit europäischen Standards in keiner Weise vergleichbar sind", so ZDG-Präsident Hans-Peter Goldnick. Schon heute stammt rund ein Drittel der Geflügelfleischimporte in die EU aus Mercosur-Staaten, mit steigender Tendenz. Die geplante Quote von 180.000 t würde die Wettbewerbsverzerrungen weiter verschärfen.

Zudem existieren schwerwiegende Lebensmittel- und Tiergesundheitsprobleme in den Exportländern. EU-Audits hätten in Brasilien wiederholt Mängel bei der Kontrolle von Tierseuchen, Lebensmittelsicherheit und Hygiene festgestellt. Präsident Goldnick fordert deshalb die Bundesregierung und das Europäische Parlament auf, das Abkommen in der vorliegenden Form abzulehnen und sich für eine Handelspolitik einzusetzen, die europäische Standards und nachhaltige Landwirtschaft schützt.

"Wir brauchen fairen Wettbewerb mit funktionierenden Schutzklauseln in Handelsabkommen, um die heimische Erzeugung zu sichern, die nationale Ernährungssouveränität zu gewährleisten und optimalen Verbraucherschutz zu garantieren", so der ZDG-Präsident abschließend.

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