
In-Ovo-Technologie in der EU auf dem Vormarsch
Technologien zur Geschlechtsbestimmung im Brutei werden in der EU immer häufiger eingesetzt und könnten weltweit zunehmend an Bedeutung gewinnen.
von DGS Redaktion Quelle Innovate Animal Ag erschienen am 10.10.2024Laut einem Bericht des US-amerikanischen Thinktanks Innovate Animal Ag hat die In-Ovo-Geschlechtsbestimmung bis März 2024 in der EU eine Marktdurchdringung von 20 % erreicht. Das entspricht einem Anstieg um 5 Prozentpunkte im Vergleich zu 15 % Marktanteil im September 2023. Demnach seien 78,4 Millionen der knapp 400 Millionen Legehennen in der EU mithilfe dieser Technologie geschlechtlich bestimmt worden. Für den Bericht „In-Ovo Sexing Market Penetration Report“ wurden die Daten direkt von den Anbietern der In-Ovo-Technologie abgefragt.
Schnellere Verbreitung dank sinkender Kosten
Trotz der typischerweise langen Vorlaufzeiten und komplexen Installationsanforderungen der In-Ovo-Maschinen verlaufe die Einführung dieser Technik überraschend schnell, resümiert der Thinktank. Als Hauptgrund für die schnelle Verbreitung sieht Innovate Animal Ag die gesunkenen Produktionskosten. Diese seien seit 2020 um 22 % gesunken, was auf einen steigenden Wettbewerb zwischen den Anbietern und Skalierungseffekte zurückgeführt wird.
Heute belaufen sich die Kosten der In-Ovo-Geschlechtsbestimmung auf weniger als 1 Cent pro Ei, heißt es im Bericht. Angesichts der schnellen Skalierung der Technologie in der EU, sieht der Thinktank ein großes Potenzial für eine zügige Verbreitung der In-Ovo-Technologien weltweit.