
Argentinien darf wieder liefern
Argentinien darf ab dem 1. März 2026 wieder Geflügelfleisch in die Europäische Union liefern. Der Handelsstopp infolge des inzwischen beendeten Geflügelpest-Ausbruchs im August 2025 wird aufgehoben.
von AgE Quelle AgE erschienen am 16.02.2026Argentinien darf ab dem 1. März 2026 wieder Geflügelfleisch in die Europäischen Union liefern, auch wenn es keiner risikomindernden Behandlung gegen die Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) unterzogen wurde. Der Handelsstopp infolge des inzwischen beendeten Geflügelpestausbruchs im vorigen August bei Buenos Aires wird damit aufgehoben. Dazu hat die EU-Kommission jetzt eine Durchführungsverordnung veröffentlicht.
Man habe die von Argentinien vorgelegten Informationen bewertet und sei zu dem Schluss gelangt, dass von frischem Geflügelfleisch aus Argentinien keine Gefahr mehr für die Gesundheit von Menschen und Tieren in der EU ausgehe, erläuterte die Kommission. Daher würden Lieferungen aus dem südamerikanischen Land wieder in zugelassen.
Chinas Markt noch geschlossen
Beim Verband der argentinischen Geflügelverarbeitungsunternehmen (CEPA) sorgte die Nachricht für Erleichterung. Der EU-Markt sei wichtig für die Geflügelbranche in Argentinien. Unter den Hauptabsatzmärkten sei nun nur noch China geschlossen. Gespräche zur Marktöffnung liefen aber. Im Kalenderjahr 2024 hatte Argentinien seinen Geflügelfleischexport laut dem Landwirtschaftsministerium in Buenos Aires mengenmäßig um 15 % auf 185.800 Tonnen und wertmäßig um 23 % auf umgerechnet 187,2 Mio. Euro gesteigert. Große Abnehmer waren die Vereinigten Arabischen Emirate, Vietnam, Südafrika und Angola. Den Wert der Lieferungen in die EU beziffert das Ressort auf 12 Mio. Euro; das seien 140 % mehr gewesen als im Vorjahr.








