Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Eiermarkt

MEG: Eier EU-weit knapp

Von einem außergewöhnlichem Januar schreibt die MEG mit Blick auf den Eiermarkt. Selbst höhere Verbraucherpreise führten nicht zu einem Nachfragerückgang.

von Margit M. Beck, MEG – Marktinfo Eier & Geflügel erschienen am 30.01.2026
© Nopthanon Pimphat_shutterstock
Artikel teilen:

Nur kurz nach dem Jahreswechsel 2025/2026 zeigte sich die Verbrauchernachfrage etwas ruhiger. Ab Mitte Januar wurden Eier wieder lebhaft nachgefragt. Entsprechend groß waren die Ordermengen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH), zumal auch die nach dem Jahresendgeschäft teilweise leeren Regale wieder gefüllt werden mussten.

Eier bleiben gefragt

Die seit dem Jahreswechsel angezogenen Verbraucherpreise für Eier aller Haltungsformen führten keineswegs zu einem geringeren Interesse an Konsumeiern. Die Konsumenten müssen nun meist 0,50 Euro je 10 Eier mehr ausgeben. Belastbare Paneldaten zu den einzelnen Haltungsformen liegen noch nicht vor. Die hiesige Produktion wird flott vom Markt aufgenommen. Etliche Herdenwechsel machten sich angebotsmindernd bemerkbar. Die vorhandenen Mengen dienten primär zur Deckung des Bedarfs des LEH. Es blieben kaum Eier übrig, um am Spotmarkt gehandelt zu werden.

Verknappung durch AI-Ausbrüche und Herdenwechsel

EU-weit wird das Angebot durch zahlreiche Ausbrüche Aviärer Influenza (AI) weiter verknappt. So waren z. B. in Polen seit Jahresbeginn etwa 2,7 Mio. Legehennen von der Seuche betroffen. Aber auch in Deutschland gab es noch keine Entwarnung, auch wenn seit Jahresbeginn keine größeren Legehennenbetriebe betroffen waren. Anstehende geplante Herdenwechsel verringern ebenfalls die laufende Erzeugung. Bereits eingestallte Junghennenbestände legen noch nicht die benötigten Mengen vermarktungsfähiger Eier.

Die Importe von Schaleneiern aus den Niederlanden waren zuletzt gestört. Lieferungen aus den niederländischen AI-Restriktionsgebieten sind nur mit erhöhtem hygienischem Aufwand möglich.

Spotmarktpreise über Vorjahr

Nach dem Jahreswechsel tendierten die Spotmarktpreise leicht nach unten. Dies wurde von Marktbeteiligten eher als „kalendertechnische Reaktion“ gewertet. Denn angesichts des Nachfragevolumens blieb die Angebotsmenge knapp. Mitte des Monats stagnierten die Preise. In der vierten Kalenderwoche zogen sie am deutschen Spotmarkt im Schnitt etwas an.

Die MEG-Notierung für Bodenhaltungseier lag im Januar 2026 etwa 30 % über dem Vorjahresniveau. Zu diesen Preisen wurde jedoch kaum Ware gehandelt. Aus den Niederlanden wurden nach dem Jahreswechsel etwas niedrigere Preise gemeldet als im Dezember. Im weiteren Januarverlauf wurden keine gravierenden Abweichungen bekannt.

MEG-Preisfeststellung für Bodenhaltungseier (Klasse M, Güteklasse A, lose ab Station. 
<i>(Ohne Berücksichtigung von Kontraktpreisen, Serviceleistungen etc.) </i>
MEG-Preisfeststellung für Bodenhaltungseier (Klasse M, Güteklasse A, lose ab Station. (Ohne Berücksichtigung von Kontraktpreisen, Serviceleistungen etc.) © MEG

Mehr Marktinfos zu Eier und Geflügel: www.marktinfo-eier-gefluegel.de