Besser ein Zweinutzungshuhn?
Zunehmend von der konventionellen Landwirtschaft abweichende Zuchtziele würden eine eigenständige Ökotierzüchtung immer wichtiger machen. Das wurde am14. Februar 2019 auf einem Fachforum auf der Biofach in Nürnberg deutlich.
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Im Geflügelsektor werden laut der Geschäftsführerin der Ökologischen Tierzucht gGmbH (ÖTZ), Inga Günther, sowohl konventionelle als auch Ökobetriebe von nur vier Konzernen mit Tieren versorgt. Diese seien gezielt für den konventionellen Sektor gezüchtet, was für die Ökobetriebe teils zu großen Problemen in der Praxis führe, denn die ökologische Tierhaltung brauche Hühner mit großen Mägen. Sie empfahl den Vertretern der ökologischen Geflügelhaltung zudem, die Geschlechtsbestimmung im Ei nicht zu propagieren. Besser wäre das Zweinutzungshuhn. Dafür gebe es durchaus Tiere; es stelle sich nur die Frage, ob sich damit die erforderlichen Preise für die Landwirte erzielen ließen.