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Der Geflügelhalter als Multitalent

Sie müssen Allroundgenies sein, wenn sie heute bestehen wollen, stellte Anette Gensch, die Vorsitzende des Geflügelwirtschaftsverbandes (GWV) Brandenburg fest. Dessen Mitglieder trafen sich Anfang April 2014 in der Heimvolkshochschule am Seddiner See.
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„Wollen Geflügelhalter heute bestehen, müssen sie zuallererst Geflügelexperten sein, die darüber hinaus profunde Kenntnisse in der Geflügelernährung und -fütterung, der Tiergesundheit, im rechtlichen Bereich und im Umweltschutz haben. Außerdem müssen sie sich bei der Stallausrüstung und -technik auskennen, ihre Produkte auf den Markt bringen und täglich harte körperliche Arbeit leisten.“ Kurz: Sie seien intelligente Multitalente. Das sagte die Vorsitzende des GWV Bran­denburg, Anette Gensch, auf der Mitgliederversammlung ihres Verbandes am 9. April 2014 am Seddiner See.

Gensch betonte, dass alle Seiten – Tierhalter, Behörden, Verbraucher, Tierschützer – erkennen müssten, dass man nur gemeinsam Produktsicherheit und Tierschutz voranbringen könne. Für beide Aspekte gebe es messbare Erfolge, aber auch noch Aufgaben, für die praktikable Lösungen gefunden werden müssten. Hier nannte sie u. a. den Ausstieg aus der Schnabelbehandlung bei Legehennen. Die Tierhalter seien bereit, im Rahmen solcher Fragen wissenschaftliche Projekte zu unterstützen und Primärdaten zur Verfügung zu stellen. Bei so
einer Zusammenarbeit müssten Tierhalter aber fachliche Bedenken zu Vorhaben äußern können, die nicht oder noch nicht praktikabel seien. „Bei manchen Fragen gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, und wir möchten nicht ein Problem durch ein anderes ersetzen.“

Steigende Tierzahlen seien ein Indikator, dass Geflügelhaltung in Brandenburg eine Branche mit Zukunft sei, zeigte sich die GWV-Vorsitzende überzeugt. Alle Halter müssten sich jedoch den angesprochenen und künftigen Herausforderungen stellen. „Das funktioniert nur mit Unterstützung durch starke Landes- und Bundesverbände. Sie vertreten unsere Interessen hörbar gegenüber der Politik und den Tierschutzorganisationen. Als einzelne Tierhalter haben wir in dem Umfeld keine Chance.“ Deshalb müsse sich der Landesverband noch besser für künftige Aufgaben rüsten.

Mehr zur Mitgliederversammlung des GWV Brandenburg lesen Sie in der DGS 17/2014.      Dr. Elke Streitz